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Aussichtslos

Agnes Obel - Riverside

Und da ist diese Welt, von der ich träume.

Nicht nachts wo zufällig verschiedene Begebenheiten zu einem verwirrenden Klumpen gespinnt werden.
Tagsüber, tauch ich in sie hinein, koste von ihrem Glanz und beneide diese für mich unereichbare Welt, die mich gänzlich in ihren Bann zieht.
Es wirkt auf mich ein, tief drinnen wühlt es mich auf, erschüttert mich wie das überwältigenste Beben und reißt mich mit wie die kälteste Welle hinab zu mich selbst - endlich.
Abstände werden kleiner, in denen ich meine Augen schließe und faszinierend die Geschehnisse auf mich wirken lasse, die ich im Hier und Jetzt so sehr misse.
Mein Körper im Zustand der völligen Ruhe - die Seele erregt und heiß kämpft sich hindurch, kreiert neue Herzgeschichten um meinen Durst zu stillen.

Fern von lauten drängenden Seelen, die mich aussaugen und nackt ohne jeglichen Gebrauch verlassen - allein.
Das Geschäftige um mich herum, was in einem viel zu schnellem endlosen Zeitraffer abgespielt wird.
Und die Hektik die von mir zu viel verlangt, erdrückt wie ein zentnerschweres Gewicht auf meine Stärke bis das schwache Ich überwiegt und mir die Luft zum Atmen bleibt weil ich an meinen eigenen köstlich salzig schmeckenden Tränen ersticke.

In meiner Welt, ja, da ist grün viel grün und kleine zarte Tupfer rot, da riech ich jede Blume einzeln, höre das Rauschen des Windes durch 's Geäst und Rascheln der Blätter. Ich lebe von meinen Worten die einfach so fließen wie das Blut durch meine Venen und lass mich von meinen Herzen leiten, was mir ein Gefühl von vollkommener Freiheit gibt.

Ein Ort wo ich tief ein und aus Atmen kann.

Das Schmerzliche daran?
Die Gewissheit nie ein Teil davon zu sein, nur ein immer wiederkehrender Besucher.
18.12.11 22:14
 
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