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Aussichtslos

Agnes Obel - Riverside

Und da ist diese Welt, von der ich träume.

Nicht nachts wo zufällig verschiedene Begebenheiten zu einem verwirrenden Klumpen gespinnt werden.
Tagsüber, tauch ich in sie hinein, koste von ihrem Glanz und beneide diese für mich unereichbare Welt, die mich gänzlich in ihren Bann zieht.
Es wirkt auf mich ein, tief drinnen wühlt es mich auf, erschüttert mich wie das überwältigenste Beben und reißt mich mit wie die kälteste Welle hinab zu mich selbst - endlich.
Abstände werden kleiner, in denen ich meine Augen schließe und faszinierend die Geschehnisse auf mich wirken lasse, die ich im Hier und Jetzt so sehr misse.
Mein Körper im Zustand der völligen Ruhe - die Seele erregt und heiß kämpft sich hindurch, kreiert neue Herzgeschichten um meinen Durst zu stillen.

Fern von lauten drängenden Seelen, die mich aussaugen und nackt ohne jeglichen Gebrauch verlassen - allein.
Das Geschäftige um mich herum, was in einem viel zu schnellem endlosen Zeitraffer abgespielt wird.
Und die Hektik die von mir zu viel verlangt, erdrückt wie ein zentnerschweres Gewicht auf meine Stärke bis das schwache Ich überwiegt und mir die Luft zum Atmen bleibt weil ich an meinen eigenen köstlich salzig schmeckenden Tränen ersticke.

In meiner Welt, ja, da ist grün viel grün und kleine zarte Tupfer rot, da riech ich jede Blume einzeln, höre das Rauschen des Windes durch 's Geäst und Rascheln der Blätter. Ich lebe von meinen Worten die einfach so fließen wie das Blut durch meine Venen und lass mich von meinen Herzen leiten, was mir ein Gefühl von vollkommener Freiheit gibt.

Ein Ort wo ich tief ein und aus Atmen kann.

Das Schmerzliche daran?
Die Gewissheit nie ein Teil davon zu sein, nur ein immer wiederkehrender Besucher.
18.12.11 22:14


Herbst

Obwohl wir mitten drin sind, mitten im Glück, mitten im Wir - ist alles was bleibt leere Blicke, dichter Nebel, das große Schweigen, was einzig und allein dieses dumpfe Gefühl in der Magengrube hervorruft und ein einsames Du und Ich.

Du und Ich, die kühle Herbstluft zwischen uns, die nicht weicht, sondern sich verbreitet.
12.11.11 13:01


Vertonung unbedeutender essenzieller Schnippsel.

Ewigkeit - das sollte der Slogan unserer Beziehung sein
- das sollte sie am Leben erhalten;
sie aufs neue erblühen wie tiefschlafende Knospen unter ihrem schneebedecktem Schutz.
Diese endlose Ewigkeit fing an durch "einfaches adden" und folgte mit banalen testosteron strotzenden Fragen wie "was geht honey?", was höchstens ein minderes Lächeln hervorbrachte.
Und wie der Zufall so will, durch komplizierte Umstände und ein Hauch von Schicksal, welches zur rechten Zeit am rechten Ort war, war es um uns geschehen
- in Wahreit ganz allein um mich.
Die Abhängigkeit nimmt von mir Besitz und jeden Tag aufs neue "hoffe ich das wir uns am nächsten Morgen sehen".
Tag ein, Tag aus, Abhängigkeit, hoffen, grübeln, abwägen und mittendrin ganz viel Sehnsucht.
Zu viel von einer Sache ist nicht gut und noch mehr macht alles schlimmer - was ich erst jetzt begriff.
Da hilft kein allseits bekannter Kosename wie "Mäuslein", schon allein weil das meiner selbst nicht ähnelt und schonungslos die Anatomie umgeht.
Es helfen auch keine spielerisch aufmunternde Neckerein wie das "Kneifen in die Oberschenkel oder in die Brust"
Und schon gar nicht aus dem nichts heraus kommendes "hab dich lieb", da ich zu kraftlos bin, um die Wahrheit heraus zufiltern.
Die traurige Moral von der Geschichte ist, dass dir das genauso zu viel wird wie mir; du dich immer mehr entfernst und einstige Kuschelsamstage zu "Party bei einem Fubakumpel" degradierst; dass ich mich nicht "für die süße sms" am Abend bedanken kann, die mir aufeinmal so sehr fehlen und anfangs so leid waren.

Daher ist die Ewigkeit ein Begriff von vielen und dieser Text ein Experiment aus Nachrichtenschnippseln, die gleichzeitig den Abbau von erdrückenden Gefühlen verursachen. Grandioser Nebeneffekt - "wuhu"
*(Zitate in den Anführungszeichen sind nicht immer getreu übernommen wurden, sondern im zwecke des Dichtens ein wenig verändert)
24.10.11 15:36


FAZIT des heutigen Tages:

Ich brauche niemanden in meinem Leben, der mich kränkt & meine Tränen zum Vorschein bringt. Denn das kann ich auch alleine!
18.9.11 16:51


„Lüge, Lüge, das gibt 'ne Rübe!“

Unbestritten & weit an der Spitze voran bist du der Meister des Flunkerns. Herzlichen Glückwunsch, Gratulation & hier ihr Preis!

Doch was für einen Preis musst du bezahlen?
Kurze Beine sind es leider nicht!


"Der Vorwurf brennt in jeder meiner Zeilen
in Gesprächen, die sich lieblos nur verkeilen
dein Versprechen hängt längst schon in den Seilen
wir kratzen wunden auf, die nicht mehr heilen "
31.8.11 21:13


Es zwickt.

Florence and the machine - what the water gave me


Seh' Dinge die ich gar nicht sehen darf, die ich besser nicht sehen sollte und schaue genauer hin - geradezu mikroskopisch. Und alles was sich auftut ist die Realität, die ich scheinbar nicht sehen will, die ich aber besser einsehen sollte. Zweifelnd hock' ich mitten in Verzweiflung, meine Unsicherheit steigt stetig mit dem Sehen & Erspähen, wodurch meine Schwäche zunehmend erkennbar wird. Was mir ganz und gar nicht passt - hier und da zwickt, weil mir dieses Kleid in keiner Weise steht.

Ich glaube niemanden mehr, lass mich von niemanden mehr beirren; vertrau' ganz mir und meinem Herzen;gehe geradeaus Richtung weit entfernter Ziellinie, ohne mich von meinem Weg abbringen zu lassen.




"Nur Feinde sagen die Wahrheit;
Freunde und Liebende lügen unendlich,
gefangen im Netz der Pflicht."
26.8.11 00:14


Gefühle in Einmachgläsern

Tori Amos - Bells for her

Enttäuschung klebt an den Händen wie Teer im Mondlicht,
an den Lippen; am Schulterblatt; am Busen vorbei
und brennt sich tief hinein.
Leises Knistern und der Geruch von verbrannter haut
schwebt träge in der Luft.
Im Hintergrund das verzweifelte Rascheln der Blätter
mit einem leichten Schuss D.moll
betont es die Komponenten Liebe und Enttäuschung
in so fabelhafter Weise,
dass die Tränen von ganz allein die glühenden Wangen hinab stolzieren;
die Fragezeichen in ihren Gesichtern
deuten auf des Spielers Unsicherheit.
Einer nach dem anderen stellt die immer wiederkehrende,
unbeantwortete, quälende Frage was Liebe bedeutet.
Liebe kann man nicht definieren.
Sie ist die sanfte Brise die uns umgibt,
ist der Sonnenschein welcher uns neckig kítzelt
und sie ist der Schmerz der tief in uns sitzt.
Er ist der Auslöser für die in uns eingebrannte Enttäuschung, die von uns Besitz ergreift,
uns manipuliert und uns sagt,
dass hier die Liebe ein Ende nimmt.
Während die Enttäuschung sich weiter in uns hineinfrisst
und fliegen lässt.
Uns zeigt, dass Liebe und Enttäuschung so grauenvoll wunderbar zusammenpassen,
sodass das Töten allein nicht reicht um dem Unheil entgegen zuwirken.
Wobei es jedoch helfen kann entlang des Brustkorbes einen tiefen Schnitt genüsslich zuschneiden.
Annehmend das Herz und Enttäuschung festklammernd in einer Ecke hocken,
so reiße man sie auseinander unter höllischem Schrei.
Man schmeiße das eine Übel in ein Marmeladenglas
und verschließe es fest für bessere Zeiten.
Lege es auf das allerhöchste Regal,
sodass es nicht reichen würde, sich einfach auf Zehenspitzen zustellen um daran zugelangen.
Und drücke ihm zuvor einen lieblichen Kusse auf.
Wobei man das andere behutsam wieder in die klaffende Höhle stecke,
zusammen mit einer Prise voll verschiedenster Gefühle.
Man möge selbst entscheiden,
welches dieser Beiden man verwahre im erstickenden Einmachglas oder im brodelndem Inneren.




(gefunden & schon etwas älter - aber ich find'S trz schön!)
24.8.11 00:13


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